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Unabhängige, überparteiliche, lokale Bürgerbewegung Bülach
Die BSB vertreten in wichtigen Sachfragen dringende Bürgeranliegen und
engagieren sich für eine positive Entwicklung der Stadt Bülach.
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Der Stadtrat hat im Rahmen seiner Legislatur-Ziele 2014 – 2018 neben anderen das Schwerpunktthema „Organisationsentwicklung OE“. Er will damit die Stadtverwaltung fit machen für die geplanten 22‘000 Einwohner im Jahr 2020.

Die Organisationsentwicklung ist gemäss Stadtrat weitgehend abgeschlossen (wichtigste Punkte sind dabei die 1 zu 1 Abbildung: 7 Stadträte zu 7 Abteilungsleiter der Verwaltung. Zum Abschluss dieser OE hat der Stadtrat beschlossen, er wolle eine externe Überprüfung durch die Firma BDO durchführen lassen.

Diese Überprüfung attestiert vordergründig eine gut aufgestellte Stadtverwaltung. Wenn man jedoch die Hintergründe der ganz sachte und leise vorgebrachten „Ansätze für Verbesserungen“ (wer würde denn schon gegenüber seinem Auftraggeber von Schwachpunkten reden wollen) kennt, weiss, dass doch nicht alles zum Besten steht. An einigen Orten kommen bekannte aber bisher verdrängte Probleme zum Vorschein (siehe meinen Kommentar anlässlich Gemeinderatssitzung vom 12.12.2016 (unten stehend)), an anderen Orten wird einfach klar, dass die OE nicht fertig abgeschlossen wurde (zB ungeeignete Software bei Schule und HR).
Ein weiterer Schwachpunt dieser ganzen Angelegenheit ist der extrem lange Zeitrahmen, den sich der Stadtrat zur Behebung dieser doch relativ klar formulierten Ansätze gibt.

Jörg Inhelder BSB, Gemeinderat, Mitglied der RPK


Diverses an Gemeinderatssitzung vom 12.12.2016

Geschätzte Anwesende

Der Stadtrat hat durch die Firma BDO unter anderem überprüfen lassen, ob die Strukturen der Verwaltung nach der OE gerüstet sind für 22‘000 Einwohner, ob die Führungsstruktur geeignet ist, ob Prozesse schlank und gut beschrieben sind. Bei Durchsicht dieses Papiers fällt auf, dass die BDO nicht nur viel gearbeitet und vermutlich auch viel verrechnet hat, sondern dass auch eine Stärken / Schwächenanalyse entsteht, die sich –um einen beschönigenden Offset bereinigt- relativ gut mit meinem Eindruck deckt; dies heisst natürlich nichts anderes als dass viele dieser Befunde auch mit etwas gesundem Menschenverstand hätten herausgefunden werden können oder vermutlich schon bekannt waren.

Das Papier wurde noch um ein volles Honigglas ergänzt, dessen Inhalt dem Auftraggeber an den Bart geschmiert wurde. Den Stadtrat freuts und er konzentriert sich ausschliesslich auf die positiven Punkte, schon herrscht grosse Freude.

Das wäre ja nicht weiter störend, wenn im Hintergrund sofort an die Arbeit gegangen würde, um die Schwachpunkte, die der Bericht scheu aufzeigt, zu beseitigen. Aber es sind Punkte aufgeführt, von denen der SR schon lange Kenntnis und bis jetzt nichts unternommen hat. Ich möchte hier einen mir bestens bekannten Punkt herausnehmen, der unter Massnahme 25/26, „Führungssschwäche in einer Abteilung“, beschrieben ist:

Im Rahmen der Budgetdebatte 2016 fiel 2 Gemeinderatsmitgliedern ein grosses führungstechnisches Problem auf; sie hatten ein Gespräch im Rathaus. Die Lage schien uns ernst, wir brachten sachlich die Punkte vor. Die Verantwortlichen wandten jedoch ihr bewährtes Problemlösungskonzept an: Das Problem wird schöngeredet! Wir Parlamentarier verliessen das Rathaus wie 2 Deppen. Was geschah danach? GAR NICHTS!!! Aber jetzt, viele 10‘000 Franken später finden die 2 Deppen das Thema im BDO-Bericht schön formuliert wieder!

Als Nächstes gibt der Stadtrat der Geschäftsleitung den Auftrag, bis in 4 Monaten einen Katalog von Massnahmen zu erarbeiten, die dann innerhalb von mehr als 1.5 Jahren, ich wiederhole die Zeitdauer in Monaten: in ca 20 Monaten! Umgesetzt werden sollen. In 20 Monaten stellen fähige Leute eine ganze Fabrik auf, andere entwickeln ein ganzes Auto in dieser Zeit. Und unsere Stadtverwaltung nimmt sich diese Zeit um gut 30, bereits ziemlich klar formulierte Aufgaben noch umzusetzen.

Wenn ich es so beschönigend formulieren darf wie es der Bericht tut: Hier besteht grosses Potenzial für Verbesserungen meine Damen und Herren! Die Streichel- und Kuschelkultur nützt niemandem, sie verschiebt für teures Geld Probleme.
So, und nun zum Zeitrahmen: Bis die 20 Monate verstrichen sind haben wir bereits einen Strauss neuer Aufgaben, die Welt dreht sich auch für ein Gemeinwesen heute etwas schneller als im vorindustriellen Zeitalter!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Jörg Inhelder BSB, Gemeinderat

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