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Ruedi Meister, Bülach, hat am 28. März 2015 folgendes Schreiben an den Stadtrat gerichtet:

Einwendungen zur Umgestaltung der Bushaltestelle Sonnenhof West

Aufgrund einer Publikation vom 6. März 2015 sind in obiger Angelegenheit gemäss § 13 Strassengesetz Einwendungen bis am 7.4.2015 an die Stadt Bülach zu richten. Diese Gelegenheit wird hiermit wahrgenommen:

Grundsätzlich zum Stadtratsbeschluss und erläuternden Bericht

Die Schilderung unter 1.3 Öffentlicher Verkehr erweckt den Eindruck, dass sich die Zahl der haltenden Busse bereits beim kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2015 mit dem Viertelstundentakt verdoppelt. Dieser wird jedoch voraussichtlich erst im Jahre 2018 aktuell. Damit wird suggeriert, das Projekt stehe unter grossem Zeitdruck, es pressiere mit der Realisierung. Es sieht nicht so aus, dass die Probleme der Buskonvois und gleichzeitigen Abfahrten am Bahnhof mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 gelöst werden. Dieser unbefriedigende Zustand wird noch bis 2018 dauern. Mit etwas Goodwill kann er spätestens zu diesem Zeitpunkt entschärft wenn nicht sogar behoben werden. Die Busse könnten dann den Bahnhof je nach Priorität in Zwei- und Mehrminuten-Abständen verlassen, so – dass auch an den nachfolgenden Haltestellen keine Massierungen mehr entstehen. Mit einer Ausdehnung der Umsteigezeiten gehören dann Sprints von der Bahn zum Bus der Vergangenheit an. Eine Erhöhung der Haltestellen-Kapazitäten beim Sonnenhof, wie sie jetzt vorliegt, ist aber nicht erforderlich und nachdem der unerfreuliche Zustand jahrelang gedauert hat, kann er jetzt auch noch drei Jahre erduldet werden.

Das jetzt präsentierte Buskonzept Sonnenhof mit der Aufteilung auf zwei neue Haltestellen ist eine äusserst schlechte und zudem untaugliche Lösung. Der ÖV-Benutzer wird mehr Probleme mit der Orientierung haben, weil Buskurse mit der gleichen Fahrroute in der Gegenrichtung nicht am selben Strassenstandort halten (z.B. Bahnhofstrasse 11 und Winterthurerstrasse 4 oder Winterthurerstrasse 4 und Bahnhofstrasse 19). Die Begründung zur Aufhebung der Bushaltestelle Sonnenhof West vor dem Hause Bahnhofstrasse 19 und der Schaffung von zwei neuen Fahrbahnhaltestellen ist nicht nachvollziehbar. Daraus resultiert kein Nutzen, nur Nachteile. Vor allem aber sind die entstehenden Kosten unnötig. Die Begründung, dem Fussgänger würde mehr Platz auf dem Trottoir zur Verfügung stehen, gleicht schon eher einem unlauteren „Bubentrickli“.

Der Verkehr um den Knoten Winterthurer-/Bahnhofstrasse mit den neuen zur Diskussion stehenden Fahrbahnhaltestellen wird sich gegenseitig behindern. Er wird mehrfach täglich ins Stocken geraten und dauernd unfreiwillige Halte in Kauf nehmen müssen. Der Busbetrieb ist mitbetroffen und die Fahrbahnstabilität zum Bahnhof wird noch weniger gewährleistet sein. Ausserdem ist der schwächste Verkehrsteilnehmer auf den Fussgängerstreifen der Verzweigung Winterthurer-/ Bahnhofstrasse ungenügend geschützt. Dazu braucht es eine Verkehrsregelungsanlage, die den gesamten Verkehr regelt.

Ein echter Konfliktpunkt ist unmittelbar vor der Einmündung der Winterthurer- in die Bahnhofstrasse geplant. Dort sollen die zwei vorhandenen Fahrstreifen auf einen reduziert werden. Erst nach dem Fussgängerstreifen ist eine kleine Einspurfläche für ein (!) Fahrzeug nach links vorgesehen. Dadurch wird schon bei zwei Fahrzeugen, die abbiegen wollen, der Verkehrsfluss gestoppt, weil sie gegenüber dem Verkehr vom Bahnhof her vortrittsbelastet sind. Auch die Busse sind dabei involviert. Gemäss einer Zählung sind es von 17.00 bis 18.00 Uhr über 250 Fahrzeuge. die nach links abbiegen wollen. Sie können auch nicht weiterfahren, wenn ein Bus vor Fielmann Halt macht. Mit dem späteren Viertelstundentakt kommen nochmals so viele Busse dazu. Die Situation ist nicht durchdacht.

Im Stadtratsbeschluss vom 25.2.2015 wird erwähnt, das neue Haltestellen-Konzept entspreche dem kommunalen Gesamtverkehrskonzept, welches der Stadtrat am 21. März 2012 genehmigte. Es ist richtig, dass von der Busdurchmesserlinie die Rede war, von der Haltestelle auf der Bahnhofstrasse vor Fielmann aber nur sehr vage. Es ist geradezu unbegreiflich, an diesem Ort für zwei Gelenkbusse eine 40 Meter lange Fahrbahnhaltestelle realisieren zu wollen. Die Strasse ist unübersichtlich (Kurve), schmal und die Haltestelle beginnt kurz nach der Verzweigung. Aus der Gegenrichtung bilden sich tagsüber dauernd Staus, abends sogar solche, die bis zum Kreisel an der Hochfelderstrasse reichen. Güterumschlag an diesen Strassen, insbesondere dort wo die Bushaltestelle geplant ist, wird sehr problematisch, wenn nicht sogar verunmöglicht. Auch Konflikte mit Notfallfahrzeugen (Sanität, Feuerwehr etc.) sind nicht auszuschliessen. Im Klartext: Eine Bushaltestelle an einem völlig ungeeigneten Ort.

Gerade viel Fantasie wurde in dieser Angelegenheit überhaupt nicht versprüht. Es wäre auch möglich, die Durchmesserlinie über eine andere Route zu führen. Nämlich von der Schaffhauserstrasse in die Kreuzstrasse und weiter zur Kasernenstrasse. In der Gegenrichtung wäre das auch möglich mit dem Privileg für den ÖV, dass nur er diese Strasse in östlicher Richtung und in westlicher Richtung beim Kreuz geradeaus befahren darf. Eine zusätzliche und Erfolg versprechende Haltestelle auf der Strecke vom Güterbahnhof bis zum Gewerbehaus könnte z.B. auf der Schaffhauserstrasse im Bereich des Eisenbahnviaduktes über dem Unterweg mit der Station „Sonnenhof Ost“ gesetzt werden. Die Strassenverhältnisse sind an dieser Stelle nicht so eng und die entstehenden Quartiere Ettersbüel, Winterthurerstrasse, die Firma Landert. Arcade mit dem Fitnesscenter und Sonnenhof würden damit mit dem ÖV erschlossen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die finanziellen Mittel für die nötigen baulichen Anpassungen die Höhe der vom Stadtrat vorgeschlagenen Umgestaltung der Bushaltestelle Sonnenhof erreichen würden (Kostenschätzung: 465’000 Franken).

Daraus ergeben sich folgende Einwendungen:

Die Haltestelle Sonnenhof West (Bahnhofstrasse 19) ist im jetzigen Zustand zu belassen. Eine Umgestaltung bringt keine Verbesserung, nur ungerechtfertigte Kosten.

Die Haltestelle (2) vor Fielmann ist zu sistieren. Der Ort für eine Busstation ist völlig ungeeignet und gefährlich. Die Durchmesserlinie soll mit einer anderen Routenwahl vom Güterbahnhof über die Kreuzstrasse zur Haltestelle Gewerbehaus geführt werden. Dadurch kann auf die Haltestelle Fielmann verzichtet werden. Die Probleme beim Befahren der Verzweigung Winterthur-/Bahnhofstrasse (zu enge Kurve für Gelenkbusse) fallen ausser Betracht. Zur Erschliessung der neu entstehenden Quartiere östlich des Sonnenhofs ist die Realisierung einer Bushaltestelle im Bereich des Bahnviaduktes Unterweg sofort aufzunehmen.

Die Bushaltestelle 3 auf der Fahrbahn an der Winterthurerstrasse 4 ist ebenfalls zu sistieren. Nachdem der Stadtrat es verschlafen hat, im Zusammenhang mit dem Bau des Seemattquartiers für optimale Voraussetzungen für eine Bushaltestelle zu sorgen, ist es nicht Sache des Steuerzahlers, die Unterlassungssünden des Stadtrates zu goutieren (wie im Bülach-Süd). Vor allem dann nicht, wenn sie schon auf Anhieb als äusserst schlechte Vorlagen erkennbar sind.

Die Verzweigung Winterthurer-/Bahnhofstrasse ist nun endlich mit einer Lichtsignalanlage zu bestücken. Damit kann die Verkehrssicherheit, insbesondere für die Fussgänger wesentlich erhöht und der ÖV vorteilhaft bevorzugt werden. Mit der Verlegung der Durchmesserlinie auf einen anderen Strassenzug, wie geschildert, kann auf die geplante bauliche Anpassung, der Verlegung der Verkehrsinsel verzichtet werden. Der Übergang in die untere Bahnhofstrasse wäre aber in jedem Fall niveaugleich zu gestalten. Die zwei Einspurstrecken auf der Winterthurerstrasse sind vor der Einmündung zur Bahnhofstrasse zu verlängern. Die noch vorhandenen Parkfelder sind dafür aufzuheben. Damit kann vor allem für die Busse zum Bahnhof eine Fahrt mit weniger Unterbrüchen erreicht werden.

Es würde mich freuen, sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie meinen Ausführungen folgen und die entsprechenden Massnahmen an die Hand nehmen würden.

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